Meine Familie bewirtschaftet in Gonten auf dem Loosböhl einen Landwirtschaftsbetrieb mit 25 ha Land. Dazu gehört auch unsere Alp, das «Löchli», nördig von der Scheidegg gelegen. Im Frühling fahren wir mit den Rindern ond Gässe auf die Alp und bleiben je nach Wetter und Gras zehn bis zwölf Wochen.
Ebenfalls im Frühjahr verkaufen wir die etwa sechswöchigen Chitzi a de Chitzele, denn das helle Fleisch der jungen Appenzeller Chitzi ist sehr beliebt. Zudem haben wir nebst den Rindern und Ziegen auch etwa 60 Mutterschweine mit dessen Ferkeln, welche wir grösstenteils an einen anderen Bauern zur Mast weitergeben. Einen kleinen Teil der Ferkel ziehen wir selber gross und können so zweimal im Monat 5 – 6 Schweine an die Metzgerei Fässler liefern. Be hat letzte Woche im Blog bemerkt, dass wir immer (zu) schwere Schweine haben – was natürlich nicht stimmt, meistens sind sie normalgewichtig. Nur braucht Benjamin ja ab und zu schwere Schweine für seine Schinken – und genau deshalb liefern wir die etwas wackeren Jager. Auch die älteren Mutterschweine (Mohren) bringen wir zur Schlachtung nach Appenzell, welche ich jeweils mit dem Chef und Be gleich selber schlachten.

Das Fleisch der Mohren hat eine intensivere Farbe als das junge Schweinefleisch und eignet sich besonders gut für Rohwürste und Rohpökelwaren, dies weil weniger freies Wasser im Fleisch vorhanden ist. Hier in der Metzgerei produzieren wir aus diesem Fleisch unter anderem Rauchschinken, Alpstein Salami, Pantli, Landjäger und Bureschüblig. Es gehört zur Metzgerskunst aus jedem Teilstück von jedem Tier das bestmögliche Produkt zu kreieren.

Reto Koch

s’Löchli mitem neue Schendlescheem

Schweine vom Loos Sepp

Aussicht der Schweine vom Loosböhl