Die Tage werden kürzer und kühler… Plötzlich hat man Lust, etwas Währschaftes zu kochen. Wie wär’s wieder einmal mit einem Rindsbraten?

Ich nehme dafür ein Stück Rindfleisch vom Hohrücken, Laffenfilet oder Laffenspitz, würze es mit Chitzelegwööz, brate es auf allen Seiten gut an und nehme es aus der Pfanne. Dann röste ich Mehl, gebe eine Bratengarnitur und nach Belieben Saucenknochen bei und lösche dies mit Rotwein und Wasser ab. Jetzt kommt das Bratenstück in die Sauce und alles zusammen wird während ca. drei Stunden auf niedrigem Feuer geschmort. Zwischendurch die Sauce probieren und wenn nötig nachwürzen. Das Fleisch ist dann gar, wenn die Fleischgabel, welche man in den Braten steckt, mühelos wieder rausgezogen werden kann.  Dann nehme ich die Pfanne vom Feuer und lasse alles eine Viertelstunde stehen. Jetzt kann der Braten mit einem gut „hauigen“  Messer aufgeschnitten werden. Dazu serviere ich Rotkraut und Kartoffelstock und schon kann ich die ganze Familie zu einem Festessen einladen.

Übrigens, fürs Rotkraut nehme ich den Dampfkochtopf, gebe etwas Butter hinein, zwei Löffel Zucker dazu, röste den Zucker hellbraun, gebe einen fein geschnittenen Rotkohl und einen geraffelten sauren Apfel  dazu, mache alles gut untereinander, lösche es mit 1 dl Rotwein und 1 dl Apfelbalsamico ab, würze es mit etwas Salz und koche es 10 Min. unter Druck.

Zum Schluss noch ein Tipp: Falls das Messer zum Fleischverschneiden nicht mehr „hauig“ ist, könnt ihr es bei uns schleifen lassen und zwar am Samstag, den 2. Dezember in der Metzgerei. Andreas Moser schleift eines gratis und ihr könnt zwischendurch noch feine Chitzele-Spezialitäten probieren.

Margrit Fässler

Laffenfilet und Laffenspitz

unsere Haushälterin Duska beim Blaukraut kochen

Der fertige und zarte Rindsbraten vom Laffenspitz