Unfälle am Arbeitsplatz

Am Mittwoch, den 14.03.2018 füllten wir in unserer Produktion Metalldosen mit «Saftschwinis» ab. Als ich die leeren Dosen zur Seite stellen wollte, schnitt ich mich am Büchsenrand in den Finger. Alleine ging ich in die Garderobe, trocknete die Wunde und verarztete sie. Rasch ging ich wieder an die Arbeit, am Donnerstagmorgen war der Finger sehr angeschwollen und gerötet. Ich versuchte die Schwellung mit Wundsalbe zu mindern doch als am Freitagnachmittag keine Besserung zu sehen war ging ich zu meinem Hausarzt, der mich wiederum in die Notfallzentrale Herisau einwies. Mehrere Ärzte diskutierten einige Zeit, und beschlossen mich nicht zu operieren, sondern die Heilung mit Antibiotika zu fördern. Schlussendlich verbrachte ich vier Tage im Spital Herisau und war 14 Tage arbeitsunfähig.

Bagatell-Unfälle

Als Bagatell-Unfall werden die in unserem Beruf recht häufigen kleinen Schnitt- oder Kratzwunden bezeichnet. Die ersten Vorkehrungen sind ausschlaggebend für eine mehr oder weniger rasche Heilung. Schon aus Gründen der Hygiene soll jede Verletzung sofort desinfiziert und verbunden werden. Der Umgang mit Fleisch und Gerätschaften bietet unzählige Infektionsmöglichkeiten und aus einer unbedeutenden Verletzung kann eine schlimme Wundinfektion entstehen. Umgekehrt sind infizierte Wunden nicht nur eine Gefahr für den Verletzten, sie verunreinigen auch die Umgebung und sind somit für die Fleischverarbeitung untragbar.

Quintessenz

Ich habe Glück gehabt, dass ich keine Blutvergiftung gekriegt habe…. und wenn ich mich wieder einmal schneide, wasche und desinfiziere ich die Wunde.

Es grüsst der wieder gesunde

Walter Sturzenegger

Walter kurz nach der Einlieferung

Walter im Spital

zum Glück war das Essen gut, denn Hunger hatte ich trotz Schnittwunde

Essen im Spital