Vom Freitag 12.04. bis Sonntag 14.04. fand die Freizeitarbeitenausstellung der Kantone Appenzell AI & AR statt. Wir fünf Lernenden haben ebenfalls daran teilgenommen und stellen euch kurz die Arbeiten vor.

Für ihre Freizeitarbeit hat Andrea Wurststräusse gemacht. Wurststräusse kennt man heute eher weniger. Doch früher war es gang und Gäb, einen Wurststrauss zum Geburtstag oder an Weihnachten zu schenken.

Um einen solchen Strauss zu machen, hat sie Mostbröckli, Rauchschinken, Alpsteinsalami und Salami Prestige gefächert vakuumiert. Danach hat sie diese vier Säcke miteinander zusammengebunden. Oben drauf befestigte sie mit Draht noch ein Alpenklübler, ein Bureschüblig und ein Salametti angemacht. Um den ganzen Draht zu verstecken, benutzte sie noch eine Rose als Deko.

Zum Beruf passend, gestalteten Walter und Dionys eine Dokumentation über das Schwein. Beginnend beim lebenden Tier auf dem Hof bis hin zur Wurst wurde alles ersichtlich und möglichst einfach dargestellt. Fast 30 Seiten umfasste ihr Werk schlussendlich. Leider gab es bei der Übertragung der eigentlichen Diashow einige technische Probleme, welche sie zu sehr spontanen Darstellungen verleiteten. Dennoch war das letztendlich entstandene Werk ein Erfolg.

Sabrina schrieb für die Ausstellung eine kleine aber feine Dokumentation über die Herstellung der Landjäger. Dass ihr dies besser gelang, durfte sie im Betrieb selbst Landjäger herstellen und notierte alles was sie machte und noch machen musste. Dies fing schon mit der Vorbereitung der Gewürze, des Fleisches sowie dem Rotwein an. Sie musste alles sorgfältig und genau Vorbereiten, bis es zu Landjägerbrät verarbeitet werden konnte. Darauf folgte das Abfüllen mit dem Vakuumfüller in Kollagendärme, das Pressen und das Räuchern. Nach diesen Schritten folgte das Warten, bis der Landjäger fertig gereift ist. Nach gut 3 Wochen durfte sie den fertigen Landjäger an der Freizeitarbeiten mit dem geschriebenen Dokument ausstellen.

Auch Aurelia durfte ein letztes Mal mitmachen und etwas gestalten, dass sie in ihrer Freizeit gerne macht und was auch mit ihrem Beruf zusammenhängt. Ein Spezialitätenkorb kam ihr so gerade gelegen. Anstelle eines Korbes entschied sich Aurelia für einen Napf, der früher für die Rahmgewinnung benutzt wurde und in der heutigen Zeit noch in der Weihnachtszeit für den Chlausezüg eingesetzt wird. Um diesen Napf zu füllen, durfte sie nebst den bekannten Appenzeller Spezialitäten aus der Bäckerei, dem bestens bekannten Appenzeller Alpenbitter und der einheimischen Brauerei natürlich auch allerhand Spezialitäten aus unserer Metzgerei beanspruchen. Mit diesem riesigen Angebot war es ein Leichtes, den grossen Napf zu füllen und den Besuchern der Freizeitarbeitenausstellung zu zeigen und eine Freude zu bereiten.

Eine grosse Freude bereitete uns das kleine Präsent der Veranstalter. Um es anders auszudrücken: Walter und Dionys haben seit jenem Tag keine Probleme mehr in der Gestaltung ihres täglichen Outfits, da sie nun in Besitz eines äusserst modischen Gürtels sind, welcher zu jeder Kleiderkombination und jedem Look passt (natürlich auch für die Frauen 😉).

Wir danken den Veranstaltern und freuen uns aufs nächste Jahr.

Andrea, Aurelia, Sabrina, Dionys & Walter

Andrea’s Salamistrauss mit Rose

Schweinsschulter sauber ausgebeint von Dionys

Schweinscarree auch sauber ausgebeint von Walter

Sabrina (hinten) am Landjäger aufhängen

Aurelia’s Spezialitätennapf