Dank unserer Schule bekamen wir die Gelegenheit für zwei Wochen Metzgeraustausch in Holland, um die dort üblichen Verarbeitungsweisen von Fleisch zu erlernen. In der ersten Woche durften wir die Schule besuchen und in der zweiten Woche stand Praktisches Arbeiten in verschiedenen Betrieben auf dem Plan.

Am Sonntag, dem 02.02.2020, sind wir (Dionys Breu, Ramon Hegner und Walter Sturzenegger) mit dem Flugzeug nach Holland geflogen. Am ersten Schultag wurden wir sehr herzlich von unserem Betreuer und seiner Frau, die mehrmals jährlich in die Schweiz kommen, um die Ferien zu verbringen begrüsst. Daher war es in der ersten Woche kein Problem sich zu verständigen, was in der zweiten Woche jedoch nicht mehr ganz so einfach war. Nach der Begrüssung erklärten sie uns das Schulsystem der Fleischfachleute und später waren wir am Zug und mussten Kalbskopf kochen für das Mittagsessen. Nach der Stärkung gingen wir in den Hanos (Einkaufszentrum), in dem es auch Appenzeller Produkte zu erwerben gab, wie z.B. Appenzeller Alpenbitter. Am Dienstag durften wir bei verschiedenen Betrieben eine Besichtigung machen und einige holländische Spezialitäten probieren. Frisch und munter starteten wir in den dritten Schultag, an dem wir einen Rindsstotzen (Hinterteil) ausbeinten und kalkulierten. Passend dazu kochten wir die edelsten Stücke als Mittagsessen. Am Donnerstag waren wir in Vianen, wo wir holländische Würste herstellen konnten. Die Produktionsart dieser Würste war uns neu und wir konnten einige neue Ideen sammeln. Zum Schluss der ersten Woche gingen wir nach Rotterdam in die Markthalle, in der sich auch eine Schule für die Fleischfachleute befand. Die Schule feierte am Montag derselben Woche ihre Eröffnung. Über das Wochenende bekamen wir frei und haben uns entschieden unsere Zeit in Amsterdam zu verbringen. Am Sonntag verlies uns Ramon Hegner, da er in der zweiten Woche arbeiten musste.

Gespannt trafen wir am Montagmorgen in der ersten Metzgerei ein. Die Begrüssung war, wie jedes Mal, sehr herzlich und der Chef zeigte grosse Begeisterung. Nach einem kurzen Rundgang wurde es ernst für uns. Als erstes wurden wir im Laden eingeteilt und stellten Fertigartikel her. Nach der „Znünipause“ waren wir in der Produktion tätig und beinten ein Rind aus. Zum Schluss bekamen wir zwei Geschenkkörbe mit allerlei Spezialitäten. Am Dienstag ging es los mit dem Ausbeinen einiger Schweine, später folgten zwei Rinder und schon war es Mittag. Nach einem stärkenden Mittagessen besuchten wir die Bauernhöfe, von denen sie die Tiere beziehen. Am Mittwoch wurden wir direkt mit der betriebsüblichen Uniform ausgestatten und begannen den Rundgang durch den Betrieb. Dieser dauerte drei Stunden und der Chef der Metzgerei nahm sich alle Zeit für uns. Am Nachmittag stellten wir verschiedene Fertigartikel her und probierten von allen. An unserem letzten Arbeitstag waren wir meist in der Ladenvorbereitung tätig, sehr imposant war der Dry Age Raum in diesem Geschäft, der nicht zu überschauen war. Am Freitag trafen wir uns ein weiteres Mal mit unserem Betreuer und kochten Muscheln, die in Holland als Spezialität bekannt sind. Nun hiess es allerdings Abschied nehmen. Wir bedankten uns für alles und flogen noch am selben Tag in die Schweiz zurück.
Die Zeit in Holland war sehr lehrreich und ging wie im Flug vorbei. Nicht zuletzt weil wir ausschließlich mit sehr freundlichen Leuten zusammenarbeiten durften.

Grüess Walter und Dionys

Reifeschrank in Holland

Reifeschrank Holland

Fleischauslage in Holland

Buffet in Holland

Ramon, Dionys und Walter

Ramon, Dionys und Walter

Wäli am Kochen

Walter am Kochen

Sauen ausbeinen

Ausbeinen in Holland

Aufschnitttheke in Holland

Aufschnitttheke in Holland

Wurstwaren in Holland

Laden in Holland

Hinten v.l.n.r:
Dionys, Walter, Ramon
Vorne:
Rindsstotzen

Jungs am Rindsstotzen