Drei Jahre sind vergangen. Viel Gemüse ist gewachsen. Ich habe meine Eltern, Regula und Thomas, für euch nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen befragt.

Im Jahr 2017 haben sie zum ersten Mal den grossen Garten angelegt. Teils wurde Gemüse angepflanzt, welches sie selber gerne essen. Bohnen, Salat, Kartoffeln, Blumenkohl und Rüebli gehören dazu. Beim Blumenkohl konnten die Raupen die Finger nicht davon lassen. Schlussendlich konnte er optisch für den Verkauf nicht mehr überzeugen. Zum anderen wurden alte Gemüsesorten angebaut, beispielsweise blaue St. Galler Kartoffeln, Krautstiel und Federkohl.

Das Mittelalterspektakel im Jahr 2018 hat den Garten geprägt. Mehr alte Gemüsesorten kamen dazu – Pfälzerrüebli, Pastinake, Kohlrabi und verschieden farbige Randen. Ausserdem stellten sie für die bessere Aufzucht der Setzlinge ein Gewächshaus auf.

Bereits im 2019 fiel der Fenchel von der Anbauliste. Er wuchs sehr langsam. Ebenso bei den Erbsen, diese zu ernten ist einfach sehr zeitintensiv. Da ist die Tiefkühl-Variante doch um ein vielfaches günstiger und bequemer. Des weiteren konnte die Schwarzwurzel schlecht verkauft werden. Nur wenige kannten dazu Rezepte. Im Treibhaus gediehen die Cherrytomaten jedoch wunderbar. Aus dem Weisskabis gab es im Winter nach einigen Versuchen ein deftiges Sauerkraut – Tipp mit ein wenig Äpfeln verfeinern, damit die Säure entschärft wird.

In diesem Jahr gibt es einen erneuten Versuch mit dem Blumenkohl. Mögen die Raupen keinen Hunger haben. Natürlich wächst das Lieblingsgemüse immer noch neben den einigen Gemüse-Experimenten. Für die Zukunft werden sie vermehrt Wurzelgemüse anpflanzen (Rüebli, Kartoffeln usw.). Bei Unwetter ist diese Art von Gemüse durch die darüber liegende Erdschicht geschützt.

Von Beginn an war es meinen Eltern Regula und Thomas wichtig, biologisch anzupflanzen. Dieser Leitgedanke bedeutet, dass nur die Samen eingekauft werden. Kurzum Säen, Pikieren, Setzen und Jäten – von Hand gemacht. Zudem werden keine Chemikalien benutzt. Natürliche Schädlingsbekämpfung sieht beispielsweise so aus:

  • Die Marienkäfer fressen die Blattläuse auf.
  • Brennesselwasser wird gegen die hungrigen Raupen eingesetzt.

Bekanntlich ist eine Mischkultur in der Pflanzenwelt ebenfalls vorteilhaft. Deswegen wird mit den Gemüsearten immer wieder abgewechselt.

Gross ist die Freude, dass sie das Gemüse beim “Chitzele” verkaufen können. Darüber hinaus für die vielen spontanen Helfer in den letzten Jahren. Vielen Dank.

Herzliche Grüsse

Yvonne

PS: Jeweils am Samstagmorgen von 8:00 – 12:00 Uhr “Tag vom offene Gartetörli”. Aktuell gibt es Kopfsalate, Lattiche, Schnittsalate und Krautstiele.

Vielseitiges Gemüsebeet

Regula und Thomas Mösler bei der Feldarbeit

Verschiedene Pflücksalate wachsen im Gewächshaus

Marienkäfer als biologische Schädlingsbekämpfer